Ich beschreibe hier das Stehen im Qigong. Wenn Sie die Übung machen möchten, bitte ich Sie, zuerst die Beschreibung ganz durchzulesen. Sie entscheiden selbst und auf eigene Verantwortung, inwieweit Sie die Beschreibungen umsetzen. Dies gilt insbesondere für Leser, die noch keine Qigong- oder Yoga-Vorkenntnisse haben. Ich kann Ihnen die Verantwortung nicht abnehmen - vielmehr ist mein Ziel, Sie zur Selbstwahrnehmung zu animieren.

[caption id="attachment_373" align="aligncenter" width="564" caption="Bild-zu-Qigong-Stehen"]Qigong-Stehen-Zeichenversuche[/caption] Mein Rat: Bitte fühlen Sie sich in ihren Körper ein, gehen Sie sehr langsam in die Haltungen. Entdecken Sie Ihre Langsamkeit! Tun Sie nur das, was sich für Sie gut anfühlt, und gehen Sie bitte niemals an oder über Ihre Schmerzgrenzen hinaus.

Die Übung: bitte aufrecht stehen.

Füße: Die Füße positionieren Sie parallel und etwa schulterbreit, die ganze Fußfläche sollte guten Bodenkontakt haben. Spüren Sie in die Füße hinein, bis Sie das Gefühl haben, dass Sie „in Kontakt“ mit Ihren Füßen stehen. Knie: Wenden Sie nun die Aufmerksamkeit ihren Knien zu, auch diese parallel. Geben Sie in den Knien ein wenig nach – im Qigong werden die Knie meistens leicht gebeugt. Probieren Sie aus, wieweit Sie sie beugen wollen. Beugen Sie nur soweit, dass die Knie in Luftlinie über den Zehenspitzen sind. Becken: Wenn sie die Knie leicht beugen, haben Sie automatisch mehr Bewegungsmöglichkeiten im Becken. Spüren Sie ins Becken hinein. Bewegen Sie das Becken ganz leicht (und unauffällig) hin und her, vor und zurück. Finden Sie eine Position in der das Becken aufrecht „hängt“. Das Steißbein zieht zur Erde. Können Sie aus der Position etwas nachgeben, so als wollten Sie sich in die Luft setzen? Wie fühlt sich das für Sie an? Wirbelsäule: Spüren Sie, wie das Steißbein nach unten zieht. Spüren Sie, wie die Schwerkraft auch die Wirbelsäule auseinanderzieht. Jeder Wirbel profitiert vom Stehen. Nehmen Sie wahr, wie Ihr Rücken durch die Ein- und Ausatmung gedehnt wird und sich wieder zusammenzieht. Auch die Bauchdecke hebt und senkt sich mit der Atmung. Der untere Rücken wird freier. Schultern: Heben Sie die Schultern einmal an, um sie dann locker fallen zu lassen. Die Arme hängen einfach. Machen Sie sich bewusst, welche Position die entspannten Schultern und Arme haben. Wie fühlt sich für Sie Entspannung an? Nehmen Sie wahr, wie der Atem nicht nur die Wirbelsäule, Bauch und Brustkorb, sondern auch die Schulterblätter und die Nackenmuskulatur leicht bewegt. Kopf: Der Kopf ruht auf unserer Halswirbelsäule. Der Scheitel zieht zum Himmel (und damit die Halswirbel etwas auseinander), das Kinn leicht nach unten zur Brust hin, der Nacken wird „lang“. Nehmen Sie wahr, wie sich die Atmung im Bereich der Halswirbelsäule auswirkt. Werden Sie mit der Einatmung größer, mit der Ausatmung geben Sie nach und sinken in sich. Nehmen Sie abschließend mit der Atmung den ganzen Körper wahr, die komplette Struktur, ihren Stand von Kopf bis Fuß. Beatmen Sie und lösen Sie das, was in irgendeiner Art und Weise „zwickt“ und noch lockerer werden will. Dann schließen Sie die Übung für sich ab.
Varianten:
  • Um die Eigenwahrnehmung zu steigern, empfehle ich Ihnen, die Augen zu schließen. Wenn Sie diese Übung allerdings an irgendeiner Haltestelle, in einer belebten Straße oder an anderen Orten mit Gefährdungspotenzial machen - dann lassen Sie bitte die Augen auf.
  • Die Arme lassen Sie zunächst einfach neben dem Körper hängen. Für meditative Übungen werden die Arme rund vor den Körper gebracht, die Handflächen weisen zum Nabel - es sieht dann etwa so aus, als hielten Sie ein imaginäres weiches Kissen vor dem Bauch.
  • Wenn Sie die Übung einmal länger ausdehnen wollen, kombinieren Sie das Stehen doch mit dem Inneren Lächeln.

Keine Bilder?

Ich weiß, dass ein Bild mehr sagt, als 1000 Worte. Momentan habe ich schlicht kein Bild. In diesem Fall geht es allerdings auch darum, dass Sie in sich hineinspüren. Die Worte geben Ihnen eine Anregung. Ein Bild würde Sie dazu verleiten, das Aussehen nachzuahmen - und bringt Sie wieder weg von Ihrem inneren Erleben. Nachtrag vom 19.08.2010: Inzwischen habe ich in den Artikel Zeichnungen integriert und das untenstehende Bild zum Qigong-Stehen angefertigt (Qigong-Stehen-PDF), das die wichtigsten Punkte  auflistet. Ich habe mich dabei von einem Tutorial bei slideshare inspirieren lassen und einfache Stickfigures / Strichmännchen gezeichnet.

[caption id="attachment_363" align="aligncenter" width="495" caption="Qigong-Stehen Stickfigure/Strichmaennle"]Eine Kurzanleitung zum Qigong-Stehen[/caption]
Ich bin kürzlich von einem Freund auf ein Musikvideo der Band Breitenbach aufmerksam gemacht worden, für das ich gerne Werbung mache. "Waiting" ist das erste barrierefreie Musikvideo. Es ist nicht nur die Musik zu hören und die Band zu sehen. Die Texte wurden zusätzlich künstlerisch stimmig in Gebärdensprache übersetzt und mit Untertiteln versehen. Gleichzeitig gibt es sogenannte "Beat-Points und Sound-Bars", die anzeigen, wie stark oder rhythmisch die Pegel ausschlagen. Hier bitte mal reinschauen (gerne auch mal ohne Lautstärke): [youtube=http://www.youtube.com/watch?v=BGRFrUFPdRk&w=320&h=240] Wie ist es Ihnen/Euch mit dem Video gegangen? Persönlich bin ich keine Rock-Kennerin, das Video hat mich aber dennoch mehr angesprochen, als es ohne diese barrierefreie Umsetzung passiert wäre. Ich finde, das ist, was barrierefrei letztlich heißt. Es überwindet Hürden, schafft einen Zugang - hier zu Musik, Rhythmik und Texten. Das ist innovativ. Mehr zu "Waiting" finden Sie/findet Ihr unter dem Blog von Max Heidenfelder, in dem die aktuelle Promotion des Videos verfolgt wird. Das Video ist unter anderem auf Youtube und Vimeo platziert worden. Auf Youtube gibt es auch Begleitvideos (Making of und VLog) zu diesem Projekt sowie begeisterte Rückmeldungen aus der Gehörlosenszene. Musikalische Gebärden? Auch unter Schwerhörigen verwenden viele die Gebärdensprache, um sich gegenseitig besser zu verständigen. Bei Musik gehen die Meinungen allerdings auseinander. Das betrifft nicht nur Videos, sondern auch barrierefreie Angebote z.B. in der Oper. Wer Musik als eine Kunstgattung begreift, die vornehmlich über den Hörkanal wahrgenommen wird, für den werden Gebärden bei Musik eher eine neue Barriere darstellen. Ich persönlich fände das schade, mit dem Verlust der Hörfähigkeit auch die Freude an der Musik zu verlieren. Aber ich weiß ja auch nicht, wie es ist, gar nichts mehr zu hören. Meine Schwerhörigkeit ist momentan mit einem sehr guten (und leider sehr teuren) Hörgerät noch gut zu meistern. Ich habe früher Klavier gespielt und im Chor gesungen. Beides mache ich heute nicht mehr. Statt ins Theater gehe ich heutzutage lieber mal ins Ballett. Aber dieses Jahr habe ich trotzdem wieder Gesangsstunden genommen. Musik ist ein Bestandteil meines Lebens. Wie würden Sie reagieren, wenn Sie nichts mehr hören könnten? Was würdest Du tun, wenn Du nichts mehr hören könntest? So wie ich bisher damit gelebt habe, denke ich, dass ich mich immer wieder neuen Ideen öffnen werde. Mit Offenheit haben wir doch immer mehr Spielräume.

Bei Webmasterfriday gibt es mal wieder ein richtiges Mitmach-Thema: Welches ist eigentlich mein persönliches Ziel beim Bloggen? Was will ich damit erreichen? Warum ich angefangen habe, ist ganz einfach:

  • ich will spielen und experimentieren
  • ich will teilnehmen am Web 2.0
  • durch Ausprobieren lerne ich am besten
  • ich halte es für ein schönes Kommunikationstool
  • ich möchte manchmal mehr sagen, als in ein Tweet passt

Seit ich vor einigen Jahren zum ersten Mal von Blogs gehört habe, wollte ich gerne mal einen starten. Ich gebe zu, dass ich mir kein richtiges Ziel oder Thema gesetzt habe. Aber ich schreibe sowieso von Berufs wegen, d.h. ich war einige Jahre Kommunikationsreferentin in der Industrie und habe unter anderem für die Mitarbeiterzeitschrift, Webauftritte und Intranet oder für Newsletter geschrieben. Ich glaube, mit einer anderen Form, kann ich meinen Schreibstil weiterentwickeln.

Spielen, Experimentieren im Mitmachweb Nach einer Firmenübernahme bin ich jetzt in einer Transfergesellschaft. Es ist eine Zeit der Neuorientierung und am Ende kommt dabei vielleicht meine Selbstständigkeit heraus. Ich habe mir, neben den Bewerbungen, die ich noch schreibe, das Ziel gesetzt, mich mehr mit Social Media zu befassen. All diese Werkzeuge werden in Firmen immer stärker genutzt. Und wenn ich als Texterin oder PR-Referentin arbeite, werde ich mit diesen Medien zu tun haben. So oder so. Ich finde die Möglichkeiten, die sich durch das Internet bieten, außerdem sehr spannend. Und jetzt habe ich die Möglichkeit, mich hier sehr frei zu bewegen. Nur für mich. Falls ich selbstständig arbeite, kann ich mit dem Blog Werbung für mich und meine Texte machen. Tweets sind schön - aber kurz Ich habe mich vor einigen Monaten zunächst bei Twitter angemeldet („um mal zu schauen, wofür es gut ist.“) Der Twitter Micro-Blog ist ultrakurz, sehr schnell und birgt ein Suchtpotenzial. Ich habe zu Beginn vor allem sehr viele Retweets versendet, nun trete ich selbst mit eigenen Tweets in Erscheindung. Dabei stelle ich allerdings fest, dass ich manches aufgrund der Begrenzung auf 140 Zeichen nicht so formulieren kann, wie ich möchte. Auch deshalb habe ich einen Blog gestartet. Durch Ausprobieren lernen Dazu kommt natürlich mein Interesse an den technischen Möglichkeiten. Wie gehe ich mit Wordpress um, welche grafische Gestaltung wähle ich (ich habe schon verschiedene freie Templates ausprobiert, bin aber immer noch nicht 100-prozentig zufrieden). Wie funktionieren die Themen, die ich auswähle? Ich gehe nicht sehr berechnend vor. Also ich wähle nicht den X-ten Beitrag darüber, wie man Geld im Web macht und noch mehr Follower und Abonnenten erhält. Ich habe bisher einfach mal über Dinge geschrieben, die gerade aktuell waren, oder über die ich mir Gedanken mache. Das Schreiben im Beruf hat bei mir vor allem informativen Charakter. Hier im Blog möchte ich den Schreibprozess etwas freier und persönlicher gestalten. Ich habe schon länger damit geliebäugelt, etwas kreativer zu schreiben. Und so ist dieses Web-Log momentan ein Tagebuch, Notizbuch, eine Gedankenwolke mit Fundsachen aus dem Netz und verschiedenen Dingen, die ich schön und wichtig finde. Zeigen und Kommunizieren Und manchmal möchte ich auch einfach etwas zeigen, was ich selbst gemacht habe, Bilder, Fotos, Farben, Kreatives. Ich habe mal von einem Blogger die Aussage gehört sein Blog "sei wie ein Wohnzimmer, und die Gäste sollten sich eben auch wie Gäste verhalten." Das unterschreibe ich. Wenn ich in eine fremde Wohnung komme, sehe ich auch Bilder an der Wand, Selbstgemachtes, Sammelstücke, Souvenirs. So ähnlich ist es hier in meinem Blog. Und wenn alles schön verläuft, entsteht eine angeregte Kommunikation mit den Gastgebern. So, ich habe also ein Anfangsziel, das mir die aktuelle Improvisation erlaubt, und dann auch - um nach den Sternen zu greifen - eventuell ein Endziel durch die Selbstständigkeit. Bin gespannt, was Eure Ziele beim Bloggen sind. Wer sich ebenfalls in dieser Woche bei Webmasterfriday beteiligen möchte, verlinkt diese URL: http://www.webmasterfriday.de/blog/nach-den-sternen-greifen-ziele-eures-blog

Der Mensch hört nicht nur mit den Ohren. Schwingungen empfinde ich  mit dem ganzen Körper, wenn ich meine Wahrnehmung darauf ausrichte.

Ich bin durch Reiki und Qigong-Praxis darin geübt, nach innen zu spüren. Daher war ich von meiner ersten Klangschalenmassage vor zwei Jahren sehr angetan. Ich kam mir zwar vor wie in einem Glockengestühl, aber ich wurde neugierig auf die verschiedensten Klangerlebnisse. In Youtube fand ich ein Beispiel, das eine bestimmte Heilfrequenz vorstellt, und ich lasse dieses Video immer wieder auf mich wirken:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=tgMQOAWeVs0]

Nun kann man ja über Klangheilung und Schwingungen denken wie man will. Für mich als Schwerhörige ist es immer ein besonderes Erlebnis, dass ich meinen Laptop-Lautsprecher hier noch nicht mal besonders laut stellen muss, um diesen Klang zu spüren.

Musik - auch wenn sie nicht laut ist

Es gibt auch unter Schwerhörigen und Gehörlosen geteilte Ansichten zum Thema Musik - wie bei Hörenden auch. Die einen sind sehr empfänglich für musikalische Schwingungen, lieben besondere Rhythmen, vielleicht eher Rock als Klassik. Die anderen brauchen Musik nicht unbedingt und vermissen sie auch nicht.

Aber immer wieder staunt die Welt, wenn ein Gehörloser professionell Musik macht. Es fehlt wohl dazu die Vorstellungskraft, dass Musik nicht nur das ist, was man mit den Ohren wahrnehmen kann.

Es gibt einen bemerkenswerten Essay von Evelyn Glennie. Die weltbekannte Musikerin bedauert, dass Journalisten immer ihre Gehörlosigkeit als Aufhänger für tolle Schlagzeilen nehmen. Sie ist eine professionelle Musikerin, die ihr Publikum doch mit ihrer Musik und ihren Interpretationen überzeugt.

Hearing is basically a specialized form of touch.

Hören sei im Grunde eine besondere Form des Gefühlssinnes, schreibt Glennie, und man müsse es nicht auf das reduzieren, was über das Ohr geschieht. Grobe Vibrationen wie die eines vorbeifahrenden LKWs oder den wummernden Bass eines Rocktitels spüren viele Menschen im Bauch. Glennie habe sich die Wahrnehmung auch feinster Vibrationen durch beständiges Üben angeeignet - auch unter Zuhilfenahme eines Resonanzkörpers. So kann man die Vibrationen von Klaviermusik auch spüren, wenn eine Hand das Instrument berührt.

Ähnlich bin ich übrigens vorgegangen, als ich mir eine Klangschale gekauft habe. Ich habe verschiedene Schalen in die Hand genommen und angeschlagen, habe die Vibration gespürt und überlegt, was bei mir besser ankommt. Ich habe mich deshalb für die größere, teurere Klangschale entschieden, weil ich die Vibration viel stärker wahrnehmen konnte. Es wäre jetzt vielleicht an der Zeit, mich auf die hellen, feinen Vibrationen einer kleineren Klangschale einzustimmen. Ein Versuch wäre es wert. --- Nachtrag am 26.07.2010 nachdem ich den Blog notquitelikeBeethoven entdeckt habe, verlinke ich hier kurzerhand auf die lesenswerten Artikel zu Evelyn Glennie und die dort entstandenen Diskussionen.

Hier sind meine Blattläuse. Ich muss zugeben, die friedliche Koexistenz hat für mich inzwischen aufgehört. Die Blattläuse sind von einem Kübel zu einem Balkonkasten gewandert. Und da will ich sie nun doch nicht haben. Ich will keinen Krieg wie letztes Jahr, als ich eine dubiose Bio-Mischung erzeugt habe und immer  wieder auf sie gespritzt hatte (dieser Tipp wird auch in Wikipedia verbreitet). Nein, also das nicht. Ich kaufe jetzt auch keine Florfliegen, oder würde sich das noch lohnen? Die asiatischen Marienkäfer wurden laut Wikipedia übrigens speziell zur Schädlingsbekämpfung in unsere Gefilde eingeführt - Ergebnis: möglicherweise schmeckt der Wein nicht mehr, wenn zuviele dieser Tierchen mit in die Maische geraten. Nun, für heute habe ich beschlossen: der eine befallene Stängel wird abgeschnitten, um zu verhindern, dass die Läuse sich noch weiter ausbreiten. Vereinzelte andere Läuse schaue ich nicht an. Bei den Fotos bin ich übrigens unschlüssig. Eigentlich waren die fotografierten Farben eher grünlich. Wenn ich das Foto mit einem automatischen Ausgleich bearbeite, dann kommt das untere Beispiel heraus, ein kontrastreiches Ergebnis. Nur, so sah es gar nicht aus. Das obere Beispiel kommt dem tatsächlichen Bild zwar näher, sieht aber auch etwas fader aus. Übrigens gibt es ein schönes Gedicht namens "Duldsam" von Wilhelm Busch, der sich wohl sinnierend mit einer Pfeife in seinen Garten begab, um sich die Rosen (samt Getier) zu betrachten. Sein schönes Fazit: "Dass keine Rose ohne Dorn bringt mich nicht aus dem Häuschen. Auch sag ich ohne jeden Zorn: Kein Röslein ohne Läuschen!"