„Sitz-Blockaden“ verringern
Wenn Sie stundenlang, möglicherweise an einem unergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz sitzen mussten, haben Sie vielleicht schon mal dicke Beine bekommen (oder vielleicht auch im Flieger oder auf einer längeren Busfahrt mit wenig Beinfreiheit). Manchmal bemerken Sie erst beim Aufstehen, dass Ihre Nacken- und Schulterpartie total verspannt ist. Das hat vielleicht mit dem angestrengten Schauen auf den Monitor zu tun (Kleiner Tipp: Ansicht zoomen, dann müssen Sie sich nicht zum Bildschirm bücken und können die Augen entspannen)."Schlange-Stehen" neu erleben
Viele Leute gehen in einen Kurs und lernen Übungen, das Problem ist oft die Umsetzung zuhause. Das geht selbst mir als Qigong-Lehrerin so. Mein Ausbilder hatte uns Schülern seinerzeit den Tipp gegeben, auch die Wartezeiten im Alltag mit kleinen Übungen zu überbrücken. Das hat sich für mich bewährt und ist sehr einfach. Sie können das auch: Machen Sie aus jedem Stehen und Gehen eine Übung, in der Sie Ihren Körper bewusst wahrnehmen. Der Trick ist, dass Sie so Zeit für sich selbst nützen, die Sie sonst als „vertane Zeit“ wahrnehmen – z.B. das Warten auf die nächste Straßenbahn oder das Schlangestehen an der Supermarktkasse. Hier beschreibe ich detailliert eine Steh-Übung.
Die Übung: bitte aufrecht stehen.
Füße: Die Füße positionieren Sie parallel und etwa schulterbreit, die ganze Fußfläche sollte guten Bodenkontakt haben. Spüren Sie in die Füße hinein, bis Sie das Gefühl haben, dass Sie „in Kontakt“ mit Ihren Füßen stehen. Knie: Wenden Sie nun die Aufmerksamkeit ihren Knien zu, auch diese parallel. Geben Sie in den Knien ein wenig nach – im Qigong werden die Knie meistens leicht gebeugt. Probieren Sie aus, wieweit Sie sie beugen wollen. Beugen Sie nur soweit, dass die Knie in Luftlinie über den Zehenspitzen sind. Becken: Wenn sie die Knie leicht beugen, haben Sie automatisch mehr Bewegungsmöglichkeiten im Becken. Spüren Sie ins Becken hinein. Bewegen Sie das Becken ganz leicht (und unauffällig) hin und her, vor und zurück. Finden Sie eine Position in der das Becken aufrecht „hängt“. Das Steißbein zieht zur Erde. Können Sie aus der Position etwas nachgeben, so als wollten Sie sich in die Luft setzen? Wie fühlt sich das für Sie an? Wirbelsäule: Spüren Sie, wie das Steißbein nach unten zieht. Spüren Sie, wie die Schwerkraft auch die Wirbelsäule auseinanderzieht. Jeder Wirbel profitiert vom Stehen. Nehmen Sie wahr, wie Ihr Rücken durch die Ein- und Ausatmung gedehnt wird und sich wieder zusammenzieht. Auch die Bauchdecke hebt und senkt sich mit der Atmung. Der untere Rücken wird freier. Schultern: Heben Sie die Schultern einmal an, um sie dann locker fallen zu lassen. Die Arme hängen einfach. Machen Sie sich bewusst, welche Position die entspannten Schultern und Arme haben. Wie fühlt sich für Sie Entspannung an? Nehmen Sie wahr, wie der Atem nicht nur die Wirbelsäule, Bauch und Brustkorb, sondern auch die Schulterblätter und die Nackenmuskulatur leicht bewegt. Kopf: Der Kopf ruht auf unserer Halswirbelsäule. Der Scheitel zieht zum Himmel (und damit die Halswirbel etwas auseinander), das Kinn leicht nach unten zur Brust hin, der Nacken wird „lang“. Nehmen Sie wahr, wie sich die Atmung im Bereich der Halswirbelsäule auswirkt. Werden Sie mit der Einatmung größer, mit der Ausatmung geben Sie nach und sinken in sich. Nehmen Sie abschließend mit der Atmung den ganzen Körper wahr, die komplette Struktur, ihren Stand von Kopf bis Fuß. Beatmen Sie und lösen Sie das, was in irgendeiner Art und Weise „zwickt“ und noch lockerer werden will. Dann schließen Sie die Übung für sich ab.Varianten:
- Um die Eigenwahrnehmung zu steigern, empfehle ich Ihnen, die Augen zu schließen. Wenn Sie diese Übung allerdings an irgendeiner Haltestelle, in einer belebten Straße oder an anderen Orten mit Gefährdungspotenzial machen - dann lassen Sie bitte die Augen auf.
- Die Arme lassen Sie zunächst einfach neben dem Körper hängen. Für meditative Übungen werden die Arme rund vor den Körper gebracht, die Handflächen weisen zum Nabel - es sieht dann etwa so aus, als hielten Sie ein imaginäres weiches Kissen vor dem Bauch.
- Wenn Sie die Übung einmal länger ausdehnen wollen, kombinieren Sie das Stehen doch mit dem Inneren Lächeln.
Keine Bilder?
Ich weiß, dass ein Bild mehr sagt, als 1000 Worte. Momentan habe ich schlicht kein Bild. In diesem Fall geht es allerdings auch darum, dass Sie in sich hineinspüren. Die Worte geben Ihnen eine Anregung. Ein Bild würde Sie dazu verleiten, das Aussehen nachzuahmen - und bringt Sie wieder weg von Ihrem inneren Erleben. Nachtrag vom 19.08.2010: Inzwischen habe ich in den Artikel Zeichnungen integriert und das untenstehende Bild zum Qigong-Stehen angefertigt (Qigong-Stehen-PDF), das die wichtigsten Punkte auflistet. Ich habe mich dabei von einem Tutorial bei slideshare inspirieren lassen und einfache Stickfigures / Strichmännchen gezeichnet. [caption id="attachment_363" align="aligncenter" width="495" caption="Qigong-Stehen Stickfigure/Strichmaennle"]
Bei Webmasterfriday gibt es mal wieder ein richtiges Mitmach-Thema: Welches ist eigentlich mein persönliches Ziel beim Bloggen? Was will ich damit erreichen? Warum ich angefangen habe, ist ganz einfach:
- ich will spielen und experimentieren
- ich will teilnehmen am Web 2.0
- durch Ausprobieren lerne ich am besten
- ich halte es für ein schönes Kommunikationstool
- ich möchte manchmal mehr sagen, als in ein Tweet passt
Seit ich vor einigen Jahren zum ersten Mal von Blogs gehört habe, wollte ich gerne mal einen starten. Ich gebe zu, dass ich mir kein richtiges Ziel oder Thema gesetzt habe. Aber ich schreibe sowieso von Berufs wegen, d.h. ich war einige Jahre Kommunikationsreferentin in der Industrie und habe unter anderem für die Mitarbeiterzeitschrift, Webauftritte und Intranet oder für Newsletter geschrieben. Ich glaube, mit einer anderen Form, kann ich meinen Schreibstil weiterentwickeln.
Spielen, Experimentieren im Mitmachweb Nach einer Firmenübernahme bin ich jetzt in einer Transfergesellschaft. Es ist eine Zeit der Neuorientierung und am Ende kommt dabei vielleicht meine Selbstständigkeit heraus. Ich habe mir, neben den Bewerbungen, die ich noch schreibe, das Ziel gesetzt, mich mehr mit Social Media zu befassen. All diese Werkzeuge werden in Firmen immer stärker genutzt. Und wenn ich als Texterin oder PR-Referentin arbeite, werde ich mit diesen Medien zu tun haben. So oder so. Ich finde die Möglichkeiten, die sich durch das Internet bieten, außerdem sehr spannend. Und jetzt habe ich die Möglichkeit, mich hier sehr frei zu bewegen. Nur für mich. Falls ich selbstständig arbeite, kann ich mit dem Blog Werbung für mich und meine Texte machen. Tweets sind schön - aber kurz Ich habe mich vor einigen Monaten zunächst bei Twitter angemeldet („um mal zu schauen, wofür es gut ist.“) Der Twitter Micro-Blog ist ultrakurz, sehr schnell und birgt ein Suchtpotenzial. Ich habe zu Beginn vor allem sehr viele Retweets versendet, nun trete ich selbst mit eigenen Tweets in Erscheindung. Dabei stelle ich allerdings fest, dass ich manches aufgrund der Begrenzung auf 140 Zeichen nicht so formulieren kann, wie ich möchte. Auch deshalb habe ich einen Blog gestartet. Durch Ausprobieren lernen Dazu kommt natürlich mein Interesse an den technischen Möglichkeiten. Wie gehe ich mit Wordpress um, welche grafische Gestaltung wähle ich (ich habe schon verschiedene freie Templates ausprobiert, bin aber immer noch nicht 100-prozentig zufrieden). Wie funktionieren die Themen, die ich auswähle? Ich gehe nicht sehr berechnend vor. Also ich wähle nicht den X-ten Beitrag darüber, wie man Geld im Web macht und noch mehr Follower und Abonnenten erhält. Ich habe bisher einfach mal über Dinge geschrieben, die gerade aktuell waren, oder über die ich mir Gedanken mache. Das Schreiben im Beruf hat bei mir vor allem informativen Charakter. Hier im Blog möchte ich den Schreibprozess etwas freier und persönlicher gestalten. Ich habe schon länger damit geliebäugelt, etwas kreativer zu schreiben. Und so ist dieses Web-Log momentan ein Tagebuch, Notizbuch, eine Gedankenwolke mit Fundsachen aus dem Netz und verschiedenen Dingen, die ich schön und wichtig finde. Zeigen und Kommunizieren Und manchmal möchte ich auch einfach etwas zeigen, was ich selbst gemacht habe, Bilder, Fotos, Farben, Kreatives. Ich habe mal von einem Blogger die Aussage gehört sein Blog "sei wie ein Wohnzimmer, und die Gäste sollten sich eben auch wie Gäste verhalten." Das unterschreibe ich. Wenn ich in eine fremde Wohnung komme, sehe ich auch Bilder an der Wand, Selbstgemachtes, Sammelstücke, Souvenirs. So ähnlich ist es hier in meinem Blog. Und wenn alles schön verläuft, entsteht eine angeregte Kommunikation mit den Gastgebern. So, ich habe also ein Anfangsziel, das mir die aktuelle Improvisation erlaubt, und dann auch - um nach den Sternen zu greifen - eventuell ein Endziel durch die Selbstständigkeit. Bin gespannt, was Eure Ziele beim Bloggen sind. Wer sich ebenfalls in dieser Woche bei Webmasterfriday beteiligen möchte, verlinkt diese URL: http://www.webmasterfriday.de/blog/nach-den-sternen-greifen-ziele-eures-blog