PR-Doktor Kerstin Hoffmann lädt zur Blogparade rund um das Thema "Schreibblockade - Tipps, Strategien, Erfahrungen" ein. Da muss ich nicht lange überlegen. Ich lege einfach los - und habe auf einmal keine Schreibblockade mehr.
Bei Schreibblockaden denken viele, dass sich rein gar nichts tut. Dass man wirklich gar nichts mehr schreiben kann. Dem ist nicht so. Jede/r Schreibende sollte zunächst klären, worin die eigene Schreibblockade eigentlich besteht.
Die Art der Schreibblockade erkennen
Geht es darum, endlich anzufangen?
Bei mir ist es so: Der Tag ist lang, und ich kann viele Kommentare und E-Mails schreiben. Nur: Das, was mir am Herzen liegt, verschiebe ich oft. Ich weiß, wenn ich erst mal drin bin im Schreiben, lässt es mich nicht so schnell los. Ich muss sicher sein, dass ich die Zeit und Ruhe habe, um mich ganz auf den Schreibprozess einzulassen. Bis es soweit ist, schiebe ich dieses Schreiben vor mir her. Und verschiebe und verschiebe... Irgendwann sind alle Termine, mögliche Telefonanrufe, wichtige Mails abgehakt, dann teile ich es meinem Partner mit, richte mich bequem an meinem PC ein - und die Schreibzeit kann beginnen. Meine Tipps für diese Phase:
- Du darfst für optimale Bedingungen sorgen.
- Hilft es Dir auf besonderem Papier ein Konzept zu malen, oder kannst du auf Schmierpapier kreativer sein?
- Du allein weißt, was du brauchst. Vielleicht einen freien, aufgeräumten Schreibtisch. Vielleicht auch eine große Kanne Tee.
- Plane die Schreibzeit: Vielleicht einen Zeitraum von zwei Stunden ohne Störungen durch Kollegen, Partner, Telefonanrufe. Oder auch ein freies Schreiben auf Zeit: den Timer auf 15 Minuten stellen und loslegen.
- Schreibe keinen Text, sondern Listen. Erstelle z.B. ein Mindmap, Cluster, eine Gliederung oder eine Kapitel-Übersicht für dein Schreibthema. Das kommt dir nicht wie Schreiben vor, und ist eine hilfreiche Basis für den späteren Text. Du "überlistest" dich sozusagen.
Unterbrichst du das Schreiben ständig, um zum Beispiel E-Mails zu lesen oder in Google zu recherchieren?
Nichts leichter einfach mal schnell rumgeklickt: Wenn ich mir bei einem Wort unsicher bin, google ich schnell mal die richtige Schreibweise. Und wenn meine Mailbox mir eine neue E-Mail ankündigt, klicke ich sie an, um auf dem Laufenden zu bleiben. Und hole mich damit aus dem Schreibprozess, leider, leider. Wenigstens ist Facebook und Twitter bei mir nicht ständig geöffnet, sonst könnte ich gar nichts mehr schreiben. Tipps, um im Schreibfluss zu bleiben:
- Auch hier kann das Schreiben auf Zeit eine Lösung sein. Du setzt dir die Bedingung, dass du mindestens 15 Minuten (oder 30 Minuten oder eine Stunde oder ... ) nur an deinem wichtigen Thema schreibst. Das Postfach ist in der Zeit nicht geöffnet. Du bist auch nirgendwo in sozialen Medien oder Communities eingeloggt. Dein Smartphone liegt an einem sicheren Ort (weit, weit weg).
- Gegen Googeln hilft: Alle Infos, die du für deinen Text benötigst, schon vorher recherchieren und z.B. ausdrucken oder als PDF ablegen - oder wenigstens die Links speichern und zu den Favoriten hinzufügen.
- Zur Not gilt die Devise, erst den Rohtext mit dem vorhandenen Wissensstand formulieren, bei fehlenden Kenntnissen ein Fragezeichen einbauen. In der Überarbeitungsphase dann die Lücken überprüfen und gegebenenfalls Daten ergänzen.
- Oder auch: handschriftlich texten, einen Drei-Spalten-Text anlegen (siehe Anleitung unten) und die gedanklichen Ablenkungen als Nebentexte dazu notieren.
Korrigierst du beim Schreiben ständig die Formulierungen und hast eigentlich nie einen fertigen Text?
Ich halte das ja für völlig normal. Insbesondere bei Vielschreibern und Text-Profis. Jedesmal, wenn ich einen "fertigen" Text von mir lese, fallen mir neue Formulierungen ein. Das ist so, und ich kann es auch akzeptieren. Nur, wenn der Text noch gar nicht fertig ist, stört das ständige Umformulieren. Schließlich entwickelst du gerade eine Idee mit dem Schreiben, und damit auch eine Textstruktur. Hier hilft es, sich von dem Gedanken zu verabschieden, dass es je einen "fertigen" Text geben könnte. Weitere Tipps:
- Phasen trennen: Du darfst überarbeiten, ganz klar. Das gehört zum Schreibprozess. Es hilft, wenn du das Überarbeiten als eine Phase für sich betrachtest. In den kreativen Phasen willst du vor allem mit dem Schreiben vorankommen. Den so entstandenen Text darfst du beim nächsten Mal mit frischem Blick lesen und leicht verbessern und weiterentwickeln, und immer weiterschreiben. Vor der Veröffentlichung oder Abgabe machst du eine Pause - und gehst dann das reine Korrektorat an.
- Frist setzen: Wenn du für dich selbst schreibst, hast du alle Freiheiten der Welt. Der Text muss nie veröffentlicht werden. Du kannst unzählige Varianten ausprobieren. Ansonsten hilft es, sich selbst Fristen zu setzen. Dann muss der Blogbeitrag am Samstag fertig werden. Oder dem Kunden den ersten Entwurf in zwei Tagen oder in einer Woche liefern zu müssen. Oder du orientierst dich an Redaktionsterminen, Druckterminen oder Abgabeterminen an der Uni...
- Texte loslassen: In meiner Ausbildung als Redakteurin sagte ein Dozent einmal, dass wir lernen müssten, unsere Texte und Formulierungen loszulassen. Denn Autoren müssten schließlich damit leben, dass auch mal jemand Fremdes ihren Text lektoriert, redigiert, kürzt, bevor er veröffentlicht wird. Mir hilft dabei, zu überlegen, für wen ich schreibe.
3-Spalten-Text: Gespräch mit der inneren Stimme
Ein praktisches Werkzeug im Umgang mit Schreibblockaden lernte ich in einem Seminar beim Institut für kreatives Schreiben, Berlin, kennen: Der Drei-Spalten-Text.
Unterteile das Schreibpapier in drei Spalten:
- In die Mitte schreibe den eigentlichen Text.
- In die Spalten links und rechts davon kommen Nebentexte. Rechts schreibst du die Nebentexte aus dem Gedankenfluss, spontane Einfälle wie "Milch und Butter einkaufen" oder "Du wolltest doch Inge noch anrufen" oder "mein Nacken schmerzt".
- In die linke Spalte die Nebentexte des inneren Zensors, der deinen eigentlichen Text kommentiert wie z.B. "Was für ein Klischee!" oder "fällt dir kein besseres Wort ein?".
Der 3-Spalten-Text sorgt dafür, dass Gedanken nicht verloren gehen. So hast du das notiert, was dein Verstand für wichtig hält. Dein "Zensor" darf sich ebenfalls melden. Und gleichzeitig kommt der eigentliche Text voran. Praktische Sache!
Viel Erfolg wünscht Livia
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Wer längere Zeit im gleichen Job arbeitet, bei dem stellt sich natürlich Routine ein. Dann tauchen bald Fragen nach den nächsten Zielen auf: "Wie geht's jetzt weiter?" und "Wo will ich hin?" Vor einigen Jahren war ich diesbezüglich ziemlich ratlos, blieb aber bequem in meiner Komfortzone. In dieser Zeit fiel meine Aufmerksamkeit auf das Buch von Barbara Sher (mit Barbara Smith) "Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was ich will." Angesprochen hatte mich im Klappentext das Ziel "wieder Zugang zu meinen Wünschen und Träumen" zu erlangen. Barbara Sher geht davon aus, dass wir längst wissen, was wir wollen.
- Nur erschlagen uns die vielen Möglichkeiten, die es heute in unserer Welt gibt.
- Und manchmal hindern uns innere Konflikte daran, das zu tun, was wir lieben.
Also schickt die Autorin ihre Leser/innen zunächst auf eine Reise in die Vergangenheit und zu den mehr oder weniger subtilen Erwartungen, die andere (vermeintlich) an sie stellen oder gestellt haben. Dann geht es darum, sich mit den inneren Widerständen zu befassen. Was genau hält Dich davon ab, aktiv zu werden? Was für eine Stimme redet es Dir immer wieder aus, Dich mit deinen Träumen zu befassen?
Ein Schiff sollte segeln, nicht im Hafen liegen
In meinem Fall war damals der Wunsch nach Sicherheit sehr stark. Auch nach dem Lesen dieses Buches blieb ich weiter in meinem Beruf und in meiner Firma. Das entsprach meinem Sicherheitsbedürfnis. Doch ich begann auch eine nebenberufliche Ausbildung als Qigong-Lehrerin, was mir Abwechslung und Ausgleich zu meinem Bürojob sowie viele neue Inspirationen brachte. Im Kapitel 4 "Im sicheren Hafen bleiben" können Leser austesten, ob das Sicherheitsbedürfnis zu ihrem Naturell gehört, was alles "Abenteuer" bedeuten kann, und was sie für sich selbst gerne tun würden. Weitere innere Konflikte, die Barbara Sher jeweils in eigenen Kapiteln beleuchtet sind zum Beispiel Angst vor Erfolg, zu viele Dinge wollen, im falschen Beruf erfolgreich sein, etwas wollen, was nicht anerkannt wird und andere.
Fragen der Mentalität
Für mich war das Kapitel 6, "Ich will zu viele verschiedene Dinge", ebenfalls aufschlussreich. Mich interessieren viele Themen und ich fand es daher sehr schwer, mich überhaupt für ein Studium bzw. einen Beruf zu entscheiden. Nach Barbara Sher könnte dies auf eine "Scanner"-Persönlichkeit hinweisen: "Jemand, der sich für die erstaunliche und unendliche Vielfalt des Lebens begeistert." Eine andere Möglichkeit wäre die "Taucher"-Mentalität, also jemand, der es liebt, den Dingen auf den Grund zu gehen. Was mir an dem Buch besonders gut gefiel:
- viele praktische Übungen zum Mitmachen
- viele Fallbeispiele aus der Beratungspraxis der Autorin
- viele Tipps, wie die Leser/innen mit ihren jeweiligen Konflikten umgehen können
- die Wertschätzung für Menschen, die aus jeder Zeile spricht
Ich habe mit dem Buch viele Einsichten gewonnen und seit dem Lesen einen Abschluss als Qigong-Lehrerin sowie mehr Wagemut und Risikobereitschaft, um meinen "sicheren Hafen" von Zeit zu Zeit zu verlassen.
Thema
- Eine Anleitung, um die eigenen Berufs- und Lebensträume zu erkunden.
Methoden
- Job aus dem Himmel: Es geht darum, sich den besten Job auszumalen, den man sich denken kann. Das absolute Ideal hinsichtlich der Arbeit an sich, den Kollegen, Chefs, Kunden, Arbeitsplatz, Arbeitszeit...
- Job aus der Hölle: Wer mit dem Job aus dem Himmel Probleme hat, kann mit dem Job aus der Hölle anfangen: Sich das allerschlimmste Arbeitsszenario ausdenken, mit den schlimmsten Kollegen, Vorgesetzten, Kunden, Arbeitsort usw. - und dann zu jedem Detail das Gegenteil finden, was dann den Idealjob ergäbe.
Zitat
„Was Sie lieben, ist auch das, wofür Sie begabt sind."
- ich gar nicht allein bin und
- es auch andere Karrieren gibt
- und dass es Spaß macht, vielseitig zu sein.
Schritt für Schritt zum eigenen Blog
Laut Emilie ist das digitale Business für Vielbegabte wie geschaffen, weil es viele verschiedene Fähigkeiten erfordert: Schreiben und Kommunikation, kreative Gestaltung, Technik und dazu die entsprechenden Themen.
Das E-Book "Hier klicken für weitere Details">Renaissance Business: Make Your Multipotentiality Your Dayjob" ist ein Arbeitsbuch, es bereitet Schritt für Schritt den Weg zum eigenen Blog vor. Das Buch ist dabei keine Einleitung zum Umgang mit Wordpress oder anderen Content Management Systemen.
Es geht vielmehr darum, welche Inhalte und welche Gestaltung am besten zum eigenen Blog passen. Daher gibt es Übungen zu Talenten, Zielen, Ideen. Zum Beispiel dazu, wie wir unser ureigenes übergreifendes Dachthema finden, Emilie nennt es "umbrella" (Schirm). Etwas, das eine Klammer für unsere verschiedenen Interessen und Talente bildet.
Das alles führt schlüssig bis zu Überlegungen für den Namen des Blogs und einen Slogan. Mit dieser Anleitung habe ich dieses Blog begonnen. Mein Thema "Bunte Segel" entstand für mich als Bild dafür, dass wir die bunten Farben in unseren Lebensläufen nutzen können und dass sie uns voranbringen.
Sonderangebot im September 2013
Anlässlich seines dreijährigen Bestehens gibt es eine Sonderaktion bei Puttylike: Wer bis 25. September 2013, 11:59 p.m. Pacific Time, bzw. in Europa ( 9 Stunden voraus ) bis 26. September 2013, 08:59 CET im Puttyshop einkauft, kann einen 50% Nachlass erhalten: Bei der Bestellung muss der Discount Code: "puttyversary" (ohne Anführungszeichen) eingegeben und auf Aktualisieren geklickt werden, dann halbiert sich der Betrag. Wenn ihr über einen meiner Empfehlungslinks bestellt, erhalte ich eine Provision.Was die Renaissance mit Business zu tun hat
Ich weiß nicht, wer als erstes die Idee hatte, dass Vielbegabte Ähnlichkeit mit Renaissancemenschen haben. Ich werde es nachreichen, wenn ich eine Quelle dazu finde. Zumindest finde ich es passend, dass die Renaissance den Menschen als schöpferisches Individuum (aus Wikipedia) begreift. Viel Spaß beim Lesen!Morgenseiten werden jeden Morgen von Hand geschrieben. Es handelt sich bei dieser Methode nach Julia Cameron in der Regel um ein freies, automatisches Schreiben. Eine Art "Stream of Consciousness" - Bewusstseinsstrom. Bei dieser Übung darf das „kreative Ich“ aus seinem Versteck kommen. In der Regel sollen mindestens drei DIN A4 Seiten, täglich direkt nach dem Aufstehen von Hand geschrieben werden. Sie überlisten den inneren Zensor bzw. die innere Perfektionistin. Nach Cameron gibt es gar keinen falschen Weg, diese Morgenseiten zu schreiben. Kreativität bekommt freie Hand.
Spielzeit für das innere Kind und die eigene Kreativität

Was dieses Buch so besonders macht
Mich spricht die Authentizität der Autorin an. Sie kennt die Ängste, negativen Glaubenssätze, Ausreden und alle möglichen Hindernisse, mit denen wir unsere Kreativität oft im Keim ersticken. „Der Weg des Künstlers“ ist nicht nur eine Anleitung zu mehr Kreativität, sondern in gewisser Weise ein spiritueller Pfad. Sehr inspirierend finde ich die Gestaltung des Buches mit vielen Lese-Häppchen, Zitaten, Listen.Thema
- Ein Mitmach-Programm, um die eigene Kreativität zu aktivieren und re-aktivieren.
Methoden
- Tägliche Morgenseiten: Bei dieser Übung darf das „kreative Ich“ aus seinem Versteck kommen. Die drei DIN A4 Seiten, täglich direkt nach dem Aufstehen von Hand geschrieben, überlisten den inneren Zensor bzw. die innere Perfektionistin. Denn nach Cameron gibt es gar keinen falschen Weg, diese Morgenseiten zu schreiben. Kreativität bekommt freie Hand.
- Kreativtermin/Artist's Date: Eine wöchentliche Qualitätszeit nur für dich und dein kreatives Ich. Etwa zwei Stunden Verwöhnzeit, Spiel, Spaß, Flohmarktbummel, Waldspaziergang, Düfteschnuppern in der Parfümerie...
Zitat
„Creativity is God's gift to us. Using our creativity is our gift back to God.“ (Julia Cameron, The Artist's Way - Basic Principles) "Gott hat uns Kreativität geschenkt. Unsere Kreativität zu nutzen, das ist unser Geschenk an Gott." (Meine Übersetzung)